
Seneca: "Wer jeden Abend sagen kann: Ich habe gelebt, dem bringt jeder Morgen einen neuen Gewinn." Wenn man mit Mara Frank spricht, spürt man sofort diese Lebensfreude, von der Seneca einst schrieb. Die junge Hotelmanagerin führt gemeinsam mit ihren Eltern das traditionsreiche Hotel Franks in Oberstdorf, ein Haus, das seit Jahrzehnten für Herzlichkeit, Authentizität und unaufdringlichen Luxus steht.
Hier trifft familiäre Leidenschaft auf alpine Leichtigkeit: Ihr Vater teilt seine Begeisterung für das Fliegen mit seinen Gästen und bietet Helikopterrundflüge über das Allgäu an, ihre Mutter öffnet mit feinem Gespür die Türen zur Welt der Kunst und verwandelt das Hotel immer wieder in eine inspirierende Galerie. Mara Frank selbst ist das verbindende Element zwischen Tradition und Zukunft, geprägt durch internationale Erfahrungen an der MCI Entrepreneurial School Innsbruck und ein Auslandsjahr auf den Philippinen, das ihr Verständnis für Gastfreundschaft und Achtsamkeit nachhaltig erweitert hat.
Mit frischen Ideen, unternehmerischem Mut und spürbarer Leidenschaft gestaltet sie die Zukunft des Hauses. Dabei bleibt sie ihren Werten treu: Menschlichkeit, Teamgeist und die tiefe Überzeugung, dass wahre Erholung dort entsteht, wo Menschen sich gesehen und wertgeschätzt fühlen dürfen.
Im Rahmen von "Mindful Moments" erzählt Mara Frank, was sie antreibt, wie ihre Familie zusammenarbeitet, warum Natur und Bewegung für sie Quelle der Kraft sind und wie es gelingt, Gästen nicht nur Erholung, sondern Momente echter Lebendigkeit zu schenken.
Die Zusammenarbeit innerhalb einer Familie bringt viel Nähe, aber sicher auch Reibung. Mel Robbins sagte einmal: „Family teaches you how to love the people you hate sometimes.“ Was halten Sie von diesem Gedanken? Wie gehen Sie mit Herausforderungen und Konflikten um, innerhalb der Familie, aber auch im Hotelalltag?
Den Satz von Mel Robbins kann ich, und vermutlich meine gesamte Familie, sehr gut nachvollziehen. Wobei wir „hassen“ eher durch „genervt sein“ ersetzen würden, denn das trifft es bei uns deutlich besser. Helmut List, Berater bei der Tourismusberatung Kohl & Partner, hat einmal gesagt, unser größter Vorteil sei, dass wir uns wirklich liebhaben. Und genau das trägt uns durch jede Diskussion: Wir wissen, dass es bei jeder, manchmal auch kontroversen Diskussion immer um die Sache geht und behalten dabei immer auch die gegenseitige Wertschätzung im Auge.
Natürlich prallen zwei Generationen mit unterschiedlichen Vorstellungen und Ideen aufeinander. Das bringt Reibung, setzt gleichzeitig aber auch viel Kreativität frei und hier liegt enormes Potenzial. Manchmal entstehen Diskussionen spontan im Alltag, sogar vor dem Team. Das passiert nicht geplant, bleibt aber immer respektvoll. Denn am Ende sind wir eine Familie, die zusammenhält und die sich eben auch sehr lieb hat.
Sie haben an der MCI Entrepreneurial School in Innsbruck Ihren Bachelor of Arts erworben, ein halbes Jahr auf den Philippinen studiert und unter anderem in der Schweiz gearbeitet. Was bringen Sie aus dieser Zeit im Ausland in Ihr heutiges Tun im Hotel Franks mit ein? Was hat Ihnen an den Philippinen besonders imponiert? Was haben Sie dort vielleicht auch vermisst, was hat sie überrascht?
Die Zeit im Ausland, sei es an der MCI in Innsbruck, auf den Philippinen oder in der Schweiz, hat mich auf vielfältigste Weise geprägt und kann schwer auf eine spezielle Erfahrung herunter gebrochen werden. Sie hat mir nicht nur fachliches Wissen vermittelt, sondern vor allem meine persönliche Entwicklung vorangetrieben. Ich glaube, ich bin in dieser Zeit erwachsen geworden. Ich habe an Selbstvertrauen gewonnen, gelernt, schwierige Situationen selbstständig zu meistern, und ich habe Menschen kennengelernt, die mich gefördert, gefordert, gespiegelt und inspiriert haben. In der Retrospektive würde ich sagen, dass ich in dieser Zeit gelernt habe, das große Ganze im Blick zu behalten und Entscheidungen aus unterschiedlichsten Perspektiven zu betrachten.
Die Philippinen haben mich dabei besonders beeindruckt: durch ihre atemberaubende landschaftliche Vielseitigkeit mit Vulkanen, Reisterrassen, traumhaften Stränden und dem unvergesslichen Moment, mit Walhaien zu tauchen. Vermisst habe ich allerdings die akademische Struktur und Zuverlässigkeit, die ich aus Europa gewohnt war, sei es bei Absprachen oder in der Organisation des Alltags z.B. bei Verkehrsmitteln. Doch gerade diese Unterschiede waren lehrreich, haben sie mir doch gezeigt, wie privilegiert wir leben, und mich mit einer tiefen Dankbarkeit nach Hause zurückkehren lassen.
In den vergangenen Jahren haben Sie das Hotel Franks mit großen Investitionen und viel persönlichem Engagement kontinuierlich weiterentwickelt. Welche Neuerungen waren Ihnen dabei besonders wichtig? Und welche Rolle spielen Werte wie Mut, Vertrauen, Fleiß und Redlichkeit in Ihrer Familie und im Umgang mit Ihren Mitarbeitern?
Für uns war es in den vergangenen Jahren besonders wichtig, das Profil des Hotels konsequent weiterzuentwickeln, zu schärfen und dabei den Fokus auf Wellness zu legen. Das hat einerseits mit unserer klaren Positionierung zu tun, andererseits auch mit den Veränderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Winterliche Aktivangebote werden sich langfristig wandeln, und wir möchten unseren Gästen heute schon attraktive Alternativen bieten. Der neue beheizte Infinity-Pool ist ein gutes Beispiel dafür: Er war ein großer Wunsch unserer Gäste und gleichzeitig eine Entscheidung, die Mut, Investitionsfreude und Vertrauen erforderte, in das Haus, in unser Team und in die Zukunft des Tourismus.
Bei all diesen Entwicklungen war uns stets eines wichtig: Das Gleichgewicht zwischen Innovation und Kontinuität zu wahren. Wir möchten Neues ermöglichen, ohne das Bewährte aus den Augen zu verlieren. Werte wie Mut, Vertrauen, Fleiß und Redlichkeit dienen uns seit jeher als Kompass. Sie prägen nicht nur unser Miteinander als Familie, sondern auch den Umgang mit unseren Mitarbeitern. Wir haben uns weiterentwickelt, aber im Herzen sind wir geblieben, wer wir immer waren.
Wellness Heaven bewertet Hotels in den Kategorien Wellness, Kulinarik, Lage, Service, Zimmer und Ausstattung. Wie hebt sich das Hotel Franks, Ihrer Ansicht nach, in diesen Bereichen besonders hervor?
In der Kategorie Wellness sind es vor allem unsere Onsen-Pools auf dem Dach, die herausragen. Die 360-Grad-Aussicht auf die Allgäuer Berge ist absolut einzigartig, insbesondere abends oder im Winter entsteht dort eine Atmosphäre, die viele unserer Gäste als magisch beschreiben. Hinzu kommt die große Vielfalt an Ruheräumen, die so harmonisch im Haus verteilt sind, dass wirkliche Rückzugsorte entstehen.
In der Kulinarik zeichnen wir uns durch eine außergewöhnliche Kombination aus Vielfalt und Qualität aus. Acht Hauptgänge am Abend, darunter drei Lieblingsgerichte aus dem Team und zwei Fine-Dining-Kreationen, sowie die große Auswahl beim Frühstück sind in dieser beständigen Qualität nach meinem Empfinden selten zu finden.
Unsere Lage verbindet das Beste aus zwei Welten: Wir liegen im Herzen von Oberstdorf im Allgäu und gleichzeitig in wohltuender Ruhe. Wer im Garten liegt, spürt nichts vom Trubel außerhalb des Hotels. Und wer aktiv sein möchte, findet alles direkt vor der Hoteltüre: Wandern, Shoppen, Skifahren, Langlaufen, all das ist bequem zu Fuß erreichbar. Diese Kombination schätzen unsere Gäste sehr.
Bei den Zimmern und der Ausstattung begeistert ebenfalls unsere Vielfalt: Jedes Zimmer hat seinen eigenen Charakter. Unsere Gäste, genauso wie unser Team, haben oft ihr persönliches Lieblingszimmer. Diese Individualität entsteht durch viel Liebe zum Detail, die sich durch das gesamte Haus zieht und dem besonderen Gespür meiner Mutter und unserer Dekofeen zu verdanken ist. Genau diese Handschrift schafft jenes „Zuhause-Gefühl“, von dem unsere Gäste immer wieder schwärmen.
Und schließlich ist es unser Service: Gastgeber zu sein und unseren Besuchern jeden Tag auf’s Neue mit viel Herzenswärme, Aufmerksamkeit und echtem Interesse zu begegnen. Und ich denke auch, dass es gerade die familiäre, einander zugewandte, ja auch liebevolle Atmosphäre ist, die unsere Gäste am Hotel Franks so schätzen. Dieses Verständnis von Gastfreundschaft wird nicht nur von uns als Familie getragen, sondern von jedem einzelnen Teammitglied gelebt.
Ihre Familie ist sportlich sehr aktiv: Ihre Mutter nahm im Sommer am Allgäu Triathlon teil, Ihre Eltern radelten unlängst über die Via Claudia Augusta bis zum Gardasee, und auch Sie selbst sind begeistert von Bewegung in der Natur. Welche Bedeutung haben Sport und Natur für Sie? Und wie lassen Sie Ihre Gäste an diesem Sport-Enthusiasmus teilhaben?
Für mich ist Bewegung keine Pflicht, sondern ein täglicher Anker. Ich schätze es sehr, dass mein Arbeitsalltag im Hotel so dynamisch ist: Ich bin viel auf den Beinen, im Haus unterwegs oder abends im Service. Und an den Tagen, an denen ich es nicht zum Sport schaffe, gehe ich zumindest eine Runde an die frische Luft. Ein Spaziergang wirkt oft Wunder.
Oberstdorf bietet dafür ideale Voraussetzungen. Man kann einfach losgehen, ohne große Planung, und findet dabei garantiert die Art von Bewegung, die zur eigenen Stimmung passt. Ob Bergtouren, längere Wanderungen, Radtouren, Spaziergänge, im Winter Skitouren, Langlaufen oder Winterwandern: Die Vielfalt ist enorm, und das Schöne ist, dass wirklich jede und jeder hier das Passende für sich entdeckt. Ich selbst mache alles gerne, vielleicht nicht alles perfekt, aber immer mit großer Freude.
Diese Begeisterung teilen wir als Familie ganz selbstverständlich mit unseren Gästen. Sei es durch die Wanderungen, auf die meine Eltern unsere Gäste begleiten, sportliche Empfehlungen unseres Teams oder dem Austausch nach einer Yoga-Einheit, Bewegung wird bei uns nicht „angeboten“, sie wird gelebt. Genau das schafft eine sehr persönliche Verbindung zwischen Gastgebern und Gästen.
Der berühmte Stoiker Seneca war überzeugt: „Wer jeden Abend sagen kann: Ich habe gelebt, dem bringt jeder Morgen einen neuen Gewinn.“ Als ich bei Ihnen im Hotel zu Gast war, hatte ich den Eindruck, dass es Ihnen und Ihrer Familie gelingt, mit Freude und Enthusiasmus zu leben und zu arbeiten. Wie helfen Sie Ihren Gästen, während einer Auszeit im Hotel Franks, sich nicht nur zu erholen, sondern sich auch wirklich lebendig zu fühlen?
Unsere Chef-Kosmetikerin Anja hat kürzlich etwas gesagt, das mich sehr berührt hat, denn in ihrem Gedanken steckt so viel Wahrheit: „Wer fragt heute eigentlich noch ehrlich, wie es jemandem geht und hört dann aufrichtig zu?“ Genau das tun wir. Und zwar von Herzen, aus Überzeugung und mit echtem Interesse. Und vielleicht ist es genau das, was Sie während Ihres Aufenthalts bei uns gespürt haben: Wir arbeiten und leben mit Freude und Enthusiasmus und diese Haltung überträgt sich. Wir nehmen uns für unsere Gäste Zeit, lieben den Austausch mit ihnen und sehen den Dialog mit unseren Gästen als persönliche Bereicherung an. Ich glaube fest daran, dass Menschen sich dann lebendig fühlen, wenn sie und ihre Bedürfnisse wirklich gesehen werden. So, wie sie sind. Ohne Rolle, ohne Erwartungen. Dieses Gefühl entsteht nicht durch ein großes Aktivprogramm, sondern im Kleinen: in einem warmen Blick, einem Gespräch, einem Lächeln. Und ich glaube, das ist in der heutigen, schnelllebigen Zeit selten geworden.
Natürlich trägt auch das Interieur unseres Hauses dazu bei. Räume, in denen hochwertige Materialien, Farben und Formen harmonisch zusammenspielen, schaffen ein Umfeld, in dem man sich ganz intuitiv wohl und lebendig fühlt.
Und dann ist da unser größtes Geschenk: die Natur. Berge, Tiere, Licht, die Jahreszeiten, all das erinnert uns täglich daran, wie kraft- und freudvoll Leben sein kann.
Doch am Ende ist es weniger die Fülle des Angebots, als die Empathie, die Zuneigung, das Zuhören und vielleicht sogar eine innige Umarmung, die unseren Gästen immer wieder das Gefühl geben, zu leben und so gemocht zu werden, wie sie sind.
Was bedeutet für Sie Wellness im 21. Jahrhundert? Welche Entwicklungen sehen Sie auf die Branche zukommen? Und wo sehen Sie das Hotel Franks im Jahr 2035? Was wird bleiben, was sich verändern?
Wir erleben sehr deutlich, dass Wellness heute weit mehr bedeutet als die klassische Kombination aus Massage und ein paar Bahnen im Pool ziehen. Gäste wünschen sich ein holistisches Wohlfühlerlebnis: Bewegung, Ruhe, Sauna, wohldosierte Rituale, Aufgüsse, inspirierende Gespräche, hochwertige Gastronomie und ein stimmiges Ambiente gehören für viele genauso dazu wie eine exzellente Spa-Anwendung. Wellness wird zunehmend zu einem Gesamterlebnis, in dem Atmosphäre, Aufmerksamkeit und Authentizität eine ebenso große Rolle spielen wie die Infrastruktur eines Hotels oder die offerierten Spa-Treatments.
Für die Branche und uns als Wellness-Hoteliers bedeutet das: Wir müssen noch genauer differenzieren, welchen Entwicklungen wir folgen und welche wir bewusst nicht mitgehen möchten. Es geht um sinnvolle Innovationen, die dem Gast wirklich guttun, aber auch zu den eigenen Werten passen. Dieser Balanceakt wird die Wellnesshotellerie der kommenden Jahre stark prägen. Für uns im Hotel Franks steht fest: Wir werden den menschlichen Aspekt weiter stärken und in den Fokus rücken. Wir werden unseren Gästen auch weiterhin Zeit, Zuwendung und Raum zum Durchatmen schenken. In einer unruhigen Welt, die immer schneller und lauter wird, möchten wir ein Ort sein, an dem Menschen Kraft sammeln, innere Ruhe finden und sich frei fühlen und selbstbestimmt, das tun können, wonach ihnen gerade der Sinn steht.
Wenn ich an das Jahr 2035 denke, sehe ich uns weiterhin als familiengeführtes Haus, das für außergewöhnliche Servicekultur und echte Herzlichkeit steht, Qualitäten, die man nicht so leicht kopieren kann. Und ich sehe uns klar positioniert: In den Bereichen Wellness, Aktivangebote und Kulinarik gehören wir zu den führenden Häusern im südlichen Alpenraum. Die Werte, die uns heute tragen, werden bleiben. Die Formen, in denen wir sie leben, werden wir behutsam und mit Augenmaß weiterentwickeln.
Haben Sie Vorbilder oder Mentoren, die Ihren Weg besonders geprägt haben? Welche Gedanken oder Werte begleiten Sie aus diesen Verbindungen heraus bis heute?
Die Frage kommt zu einer guten Zeit, da mir meine Mentorin gerade auch privat wieder sehr geholfen hat. Es handelt sich bei ihr um meine ehemalige Chefin Ildikó Glück aus der „The Dolder Grand“ Zeit. Kennen Sie diese Menschen, die genau zur richtigen Zeit in Ihr Leben treten und die Sie dann nicht mehr missen möchten? Ildikó ist so ein Mensch für mich. Sie vereint Herzenswärme mit einer bemerkenswerten Klarheit, die sie für mich zu einer wichtigen Wegweiserin im Leben macht. Sie hat mir gezeigt, wie entscheidend Selbstverantwortung ist, aber auch, wie elementar es ist, die eigenen Stärken zu erkennen und mutig den eigenen Weg zu gehen.
Neben ihr war auch Mark Jacob, damals Managing Director des „The Dolder Grand“, ein bedeutender Mentor. Beide haben mir geholfen, den Spaß an der Hotellerie neu zu entdecken und mein Selbstbewusstsein nachhaltig zu stärken.
Schon seit vielen Jahren engagieren Sie sich nicht nur für das Wohl Ihrer Gäste, sondern auch für Umwelt und Zukunft. Welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen setzen Sie konkret im Hotel Franks um? Und wie reagieren Ihre Gäste darauf?
Meine Eltern wollten schon immer mehr tun, als die üblichen Punkte auf der Nachhaltigkeitsagenda abzuhaken. Deshalb haben wir uns für die Gemeinwohlökonomie-Zertifizierung entschieden, die wir seit 2018 tragen. Sie umfasst nicht nur ökologische Verantwortung, sondern auch Werte wie Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, Transparenz und Mitbestimmung. Dahinter steckt viel Arbeit, Herzblut und eine tiefe Überzeugung.
Seit über drei Jahrzehnten investieren wir kontinuierlich in eine zukunftsfähige Energieversorgung. Angefangen hat alles mit einer Wärmerückgewinnung im Schwimmbad. Dieses Prinzip findet sich inzwischen in vielen Bereichen des Hauses wieder. Wir gehörten zu den ersten Hotels der Region mit einem Blockheizkraftwerk, das gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt. Unsere Photovoltaikanlage deckt mittlerweile über 60 Prozent unseres Strombedarfs selbst ab. Auch die Dämmung der Außenwände sowie die gesamte Elektrik wurden auf den neuesten Stand gebracht.
Beim Einkauf setzen wir konsequent auf regionale Lebensmittel, und auch unsere Lieferketten werden unter nachhaltigen Gesichtspunkten geprüft. Zusätzlich sind wir, wie bereits erwähnt, GWÖ-zertifiziert.
Auch wenn Nachhaltigkeit für viele noch kein explizites Buchungskriterium ist, spüren wir deutlich, wie sehr unsere Gäste diese Haltung schätzen. Besonders die „Back of the house Touren“ lösen immer wieder Begeisterung und Staunen bei unseren Besuchern aus.
Wir möchten, dass unsere Gäste wissen: Bei uns können sie ihren Urlaub mit gutem Gewissen verbringen, verantwortungsvoll, regional verankert und nachhaltig gedacht.
Nach vielen Jahren in der Hotellerie, gibt es eine Begegnung mit einem Gast oder einen Moment in Ihrer Karriere, der Ihnen bis heute besonders in Erinnerung geblieben ist?
Es gibt tatsächlich nicht den einen großen Moment, der alles überstrahlt. Vielmehr sind es viele unterschiedliche Begegnungen, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind, berührende, besondere, manchmal auch herausfordernde.
Im The Dolder Grand Duty Manager bei den Rolling Stones zu sein, war zweifellos ein Höhepunkt meiner bisherigen Laufbahn. Auch mein erstes eigenes Training zu geben, war ein aufregender und prägender Augenblick. Und dann gibt es jene stillen Momente, die ebenso viel bedeuten: etwa ein kleines Mädchen, das mehrere Bilder von unserem Hotel Franks gezeichnet und sie uns voller Stolz überreicht hat.
Gerade diese Vielfalt macht meinen Beruf so facettenreich. Vielleicht ist es sogar ein gutes Zeichen, dass mir nicht nur ein einzelner Moment einfällt, sondern so viele. Sie alle zusammen geben Kraft und bestätigen mich in dem, was ich tue.
Welches Buch oder Bücher haben Sie in Ihrem Leben am stärksten inspiriert und nachhaltig geprägt?
Wenn ich an Bücher denke, die mich nachhaltig geprägt haben, fällt mir sofort „Ein Mann namens Ove“ ein. Die Geschichte eines mürrisch wirkenden, zurückgezogenen Mannes, dessen Leben durch die Ankunft einer warmherzigen Nachbarsfamilie unerwartet in Bewegung kommt, hat mich tief berührt.
Dieses Buch zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie viel Offenheit, Liebe und Vertrauen zwischen Menschen bewirken können, selbst dann, wenn jemand glaubt, seine Lebensfreude verloren zu haben. Es erinnert daran, dass jeder Mensch sein eigenes Päckchen trägt und dass es sich lohnt, hinter die Fassade zu schauen, anstatt vorschnell zu urteilen. Oft entdeckt man erst beim zweiten Blick, wie viel Verletzlichkeit, Stärke oder Schönheit in jemandem steckt. Und manchmal muss man, im übertragenen Sinn, tatsächlich etwas tiefer graben, um etwas wiederzufinden, das man für verloren hielt.
Wenn Sie einem Mitmenschen nur eine einzige Lebenslektion mitgeben dürften, welche wäre das? Wir alle sind auf der Suche nach Erfüllung und Sinn. Was bedeutet für Sie persönlich Glück und Erfüllung?
Für mich steckt eine große Wahrheit in dem Satz: „Am Ende wird alles gut – und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ Ich liebe diesen Gedanken, weil er Zuversicht schenkt, ohne die Realität auszublenden. Ich bin ein sehr lebensfroher Mensch und die meiste Zeit „hüpfe“ ich fröhlich durchs Leben. Und in den wenigen Momenten, die schwerer sind, hilft mir genau dieser Satz, den Blick wieder nach vorne zu richten und darauf zu vertrauen, dass sich die Dinge fügen werden.
Glück bedeutet für mich vor allem eines: dass die Menschen, die ich liebe, gesund sind. Das ist meine Basis. Alles andere, die Begegnungen, die kleinen Freuden des Alltags, die Augenblicke, die guttun, bauen darauf auf. Erfüllung entsteht für mich nicht aus großen Gesten, sondern aus vielen kleinen Momenten, die ich bewusst wahrnehme und die das Leben für mich warm und hell machen.
Mindful Moments - Gespräche die berühren
In dem neuen Format im Online Magazin von Wellness Heaven "Mindful Moments – Gespräche, die berühren“ unterhalten wir uns mit Hoteliers, Spa-Experten, Ärzten, Wellness-Consultants und anderen interessanten Persönlichkeiten, die wir während der letzten 20 Jahre auf unseren Wellness Heaven Reisen durch die Welt kennenlernen durften und die uns tief beeindruckt haben. Ihnen allen ist eines gemein: Sie sind auf der Suche nach Wohlbefinden und einem erfüllten Leben für sich und andere. Wir fragen nach Ihren Geheimnissen um Glück, Zufriedenheit und persönlichem Erfolg auf die Spur zu kommen. Außerdem stellen wir neue Trends im Wellnessbereich vor, sprechen aber auch über jahrhundertealte, bewährte Methoden für ein sinn- und freudvolles Leben. Wir diskutieren über die Gedanken großer Philosophen und fragen nach Büchern, die bewegen. Und natürlich nehmen wir Sie immer wieder mit, an ganz besondere Orte, die mit fabelhafter Natur und wachen Ideen für mehr Gesundheit und Begeisterung im Leben sorgen. Wir hoffen, dass die Begegnungen mit diesen Menschen bei Ihnen genauso nachklingen wie bei uns und Sie inspirieren, Ihre eigene Lebensreise so einmalig, selbstbestimmt und erquicklich wie möglich zu gestalten. Bon voyage!
Kurz mal abtauchen! Angebot inkl. Rücken-Massage à 25 Minuten p.P., gratis Spätabreise.
2
ÜN/HP ab 484 €Wellnesshotels im Winter: Sonder-Angebote bei Wellness Heaven.
Gewinnen Sie 2 Übernachtungen für 2 Personen im 4*S Wellnesshotel.
Wählen Sie Ihren Hotel-Favoriten und gewinnen Sie eine von 9 Wellness Reisen der Superlative im Wert von 23.000 €.