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Frühlingserwachen in Norditalien: Zwei Botanische Gärten, zwei Welten

Andrea Labonte Hoteltesterin Autor: Andrea Labonte | 12.04.26

Bereits im April erwacht die Natur in Norditalien und zeigt sich vielerorts von ihrer schönsten Seite. Für alle, die sich nach den langen Wintermonaten in Deutschland nach Wärme, Licht und Farben sehnen, empfiehlt sich gerade in den Wonnemonaten April und Mai ein Wellnessurlaub in Norditalien. In den Gärten von Schloss Trauttmansdorff bei Meran und im Botanischen Garten André Heller in Gardone Riviera am Gardasee lässt sich der Frühling in seiner ganzen Pracht erleben. Beide Gärten gelten als absolute Gartenparadiese für Frühlings-Fans.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff: ein Rausch aus Farben, Formen und Düften

Weiß verschneite Bergspitzen und Blütenpracht in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff. © Wellness Heaven.
Weiß verschneite Bergspitzen und Blütenpracht in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff.
© Wellness Heaven.

„Will dir den Frühling zeigen, der hundert Wunder hat.“ An diese Zeilen Rainer Maria Rilkes aus seinem Frühlings-Gedicht muss ich unwillkürlich denken, während ich durch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff flaniere und zu der Überzeugung gelange, dass es weit mehr als hundert Frühlings-Wunder sein müssen, die sich hier vor meinen Augen offenbaren.

Der Besuch in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff gleicht einem einzigen Glückstaumel. Ich bade in Schönheit, Anmut und Pracht und bin beinahe geneigt zu sagen: Dieser Ort zählt zu den farbenprächtigsten, die ich bisher auf meinen Reisen erleben durfte.

Ich verliere mich in Farben, Formen, Düften und Ausblicken. Ich staune über dieses große Erwachen, das mich auf jedem Schritt durch die Gärten begleitet. Ausgedürstet vom langen Winter habe ich das Gefühl, mit jeder Knospe knallen die Synapsen im Hirn und jauchzen und hüpfen vor Freude. Es ist ein ekstatisches Hochgefühl und ich berausche mich an den Rhododendrontürmen, die scheinbar bis zur Sonne reichen und mir in Weinrot entgegenstrahlen, an den Magnolien, die wie riesige Blütenwolken vom Himmel fallen, am Violett der Hyazinthen und an den Tulpenteppichen, die sich vor meinen Füßen in allen Farben ergießen.

Auf rund zwölf Hektar entfaltet sich in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff eine der vielfältigsten Gartenlandschaften Europas. Über mehrere Höhenstufen hinweg, mit einem Höhenunterschied von rund 100 Metern, öffnen sich immer wieder neue Blickachsen auf Meran und die umliegende Bergwelt. Mehr als 80 Gartenräume verschmelzen zu einer vielschichtigen Komposition aus mediterranen Terrassen, exotischen Pflanzen, Wasserlandschaften und naturnahen Rückzugsorten.

Seinen Ursprung hat die Anlage im 19. Jahrhundert rund um das Schloss, das später durch Kaiserin Elisabeth von Österreich, Sisi, Berühmtheit erlangte. Heute verbindet sich diese historische Kulisse mit moderner Gartenarchitektur zu einem eindrucksvollen Gesamterlebnis.

Vier Gartenwelten: eine Reise durch Natur und Kultur

Auf rund zwölf Hektar und in vier unterschiedliche Gartenwelten präsentieren sich die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. © Wellness Heaven.
Auf rund zwölf Hektar und in vier unterschiedliche Gartenwelten präsentieren sich die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. © Wellness Heaven.

Auf sanft geschwungenen Wegen beginnt eine Reise durch vier Gartenwelten, die jeweils ihre ganz eigene Atmosphäre versprühen.

In den schattigen Waldgärten an der Nordseite des Schlosses entsteht ein beinahe mystischer Eindruck. Dichte Vegetation, Farne und alte Gehölze schaffen eine kühle, ursprüngliche Stimmung, ideal zur Abkühlung an heißen Sommertagen. Wasserläufe und kleine Wasserfälle begleiten den Weg, während Pflanzen aus verschiedenen Kontinenten Exotik verströmen. Hier beginnt im Frühjahr der Blütenreigen, wenn Zierkirschen und Rhododendren den Garten in ein erstes Farbspektakel tauchen.

Ganz anders präsentieren sich die sonnendurchfluteten Bereiche am Südhang. Hier herrscht ein mediterranes Lebensgefühl. Olivenbäume, Zypressen und duftende Sträucher prägen das Bild. Alte Kulturpflanzen wie Feigen, Granatäpfel oder Reben erinnern an die Ursprünge südlicher Landschaften, während sich zwischen Kakteen und Agaven beinahe wüstenartige Landschaftsbilder öffnen. Immer wieder fällt der Blick von hier oben weit über das Land.

Die Wasser- und Terrassengärten verbinden Architektur und Natur auf besonders eindrucksvolle Weise. Geometrisch angelegte Beete, Treppen und Wasserläufe greifen klassische europäische Gartenformen auf und interpretieren sie neu. Rosen, üppige Staudenpflanzungen und ein romantischer Seerosenteich schaffen sinnliche Kontraste. Es ist ein Spiel aus Ordnung und Fülle, aus Struktur und freier Entfaltung.

Schließlich führen die Wege durch die Landschaften Südtirols, die die regionale Kultur sichtbar machen. Streuobstwiesen, Weinreben und traditionelle Bauerngärten erzählen von der landwirtschaftlichen Geschichte der Region.

Die Magie der Details

Und während sich diese unterschiedlichen Gartenwelten zu einem großen, vielschichtigen Gesamtbild fügen, beginnt sich mein Blick auf die feinen Details zu richten, die diesen Ort so außergewöhnlich machen.

Ich verliere mich im Labyrinth, in der Zartheit des Klatschmohns und in der beinahe perfekten Geometrie der Ranunkeln, eingerahmt von dunklen Zypressen. Ich staune über die Palmenvielfalt, die mir hier vor den weiß verschneiten Berggipfeln fatamorganagleich erscheint. Königspalmen, Fächerpalmen, Honigpalmen. Besonders die mächtigen Honigpalmen ziehen mich in ihren Bann, ihre Stämme ragen monumental in den Himmel und lassen sich selbst mit langen Armen nicht umschließen. Und während ich innerlich jauchze vor Glück, entdecke ich dieselbe Begeisterung in den Gesichtern der Vorbeiflanierenden. Jung und Alt, Groß und Klein, die Augen aller scheinen vor Freude zu leuchten.

Und diese Blüten, überall diese Blütenpracht! Sie schillert und duftet in Weiß, Rosa, gesprenkelt und betupft, umsummt und bebient. Gleichzeitig liegt eine leise Zukunftsahnung in der Luft. Pfingstrosen strecken ihre violetten Triebe gen Himmel, Hortensienblätter wagen sich vorsichtig ins Licht.

Überall plätschert, fließt und funkelt es. Wasserläufe, kleine Kaskaden und spiegelnde Teiche durchziehen die Anlage. Selbst die Kois scheinen mit der Farbpracht der Blumen zu wetteifern. Kamelien leuchten wie kleine Explosionen, umhüllt vom Duft des Sternjasmins.

Ein besonderer Höhepunkt ist die spektakuläre Aussichtsplattform, die sich wie ein schwebender Steg weit über die Landschaft hinauswagt. Von hier aus öffnet sich ein Panorama, das die Gärten in einen größeren Zusammenhang stellt. In der Tiefe Palmen und die Dächer Merans und darüber die schneebedeckten Gipfel.

Aufgrund ihrer Weitläufigkeit und Großzügigkeit würde es Jahre dauern, die Fülle der Gärten wirklich zu begreifen. Und selbst dann bliebe sie wohl ein Geheimnis. Wer diesen Ort besucht, sollte sich Zeit nehmen, ihn wirken lassen. Die Eindrücke klingen dabei besonders nach, wenn man sie in der stillen Atmosphäre des nahegelegenen Wellnesshotel Hohenwart in Schenna nochmals Revue passieren lässt.

Im Botanischen Garten André Heller in Gardone Riviera verschmelzen Natur und Kunst

Zu jeder Jahreszeit versprüht der Botanische Garten André Heller in Gardone Riviera seinen eigenen Zauber. © Wellness Heaven.
Zu jeder Jahreszeit versprüht der Botanische Garten André Heller in Gardone Riviera seinen eigenen Zauber. © Wellness Heaven.

Am Westufer des Gardasees, in Gardone Riviera, befindet sich ein Garten, der sich jeder klassischen Einordnung entzieht. Der Giardino Botanico André Heller ist kein Park im herkömmlichen Sinne, sondern ein vielschichtiges Zusammenspiel aus Botanik, Kunst und Imagination. Er ist ein verstecktes Kleinod, das dem Besucher sinnliche Momente inmitten der mediterranen Kulisse des Gardasees beschert.

Seinen Ursprung verdankt dieser Ort dem Arzt und Naturforscher Arturo Hruska, der hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine außergewöhnliche botanische Sammlung anlegte und Pflanzen aus aller Welt zu einem ersten, kunstvoll komponierten Garten vereinte. Jahrzehnte später entdeckte der österreichische Künstler und Visionär André Heller diesen verwunschenen Ort und verwandelte ihn in ein lebendiges Gesamtkunstwerk, das heute von Jovanka und Hans Porsche behutsam weitergeführt wird. Mehr als 3.000 Pflanzenarten verdichten sich hier zu einem Mikrokosmos. Die Wege führen stetig bergauf, dem Himmel entgegen, während sich mit jeder Ebene neue Blicke auf den Gardasee eröffnen.

Schon gleich nach Betreten tauche ich ein in ein Meer aus pinken und rosafarbenen Azaleen und vergesse unter dem gewaltigen Blauregen, dessen schwere Dolden mit den umstehenden Palmen zu verschmelzen scheinen, für einen Moment die Welt um mich herum.

Wasserspiele und feine Fontänen glitzern im Licht, während sich von erhöhten Punkten immer wieder malerische Ausblicke auf den See eröffnen. Hell leuchtende Tulpenteppiche breiten sich zu Füßen der rosarot blühenden Zierkirsche aus. Dazwischen stehen Bananenstauden, Bambusse, kleine Brücken und schlanke Zypressen. In den Teichen liegen Wasserschildkröten reglos in der Sonne und scheinen seit jeher Bestandteil dieses Idylls zu sein. Ein von der Welt abgeschirmter Wunderkosmos, der mit jedem weiteren Schritt und jeder neuen Entdeckung an Intensität gewinnt. Unweigerlich wird man wieder zum staunenden Kind. Hinter jeder Biegung, hinter jedem Wasserlauf wartet die nächste Trouvaille. Und zwar nicht nur in Form von Blüten, Blättern und Dolden, sondern auch und gerade in Form von Kunst.

Skulpturen von Rodin bis Niki de Saint Phalle

Farbenprächtige Skulptur von Niki de Saint Phalles „Adam und Eva“ im Botanischen Garten André Heller in Gardone Riviera. © Wellness Heaven.
Farbenprächtige Skulptur von Niki de Saint Phalles „Adam und Eva“ im Botanischen Garten André Heller in Gardone Riviera. © Wellness Heaven.

Da ist beispielsweise Rodins Skulptur „Die innere Stimme“ (1886). Sie wirkt wie ein Moment innerer Spannung, festgehalten in Bewegung. Niki de Saint Phalles „Adam und Eva“ (1989) bringt dagegen Leichtigkeit und Farbe in den Garten und macht den Park für mich einmal mehr zum Sinnbild des Garten Edens. Während die heiteren Figuren von Mariano Fuga zwischen den Pflanzen zu leben scheinen und dem Betrachter leise ihre Geschichten erzählen. Hellers „Genius Loci“ (1993) blickt als lebende Skulptur über den Gardasee hinweg, während der „Gott des Wassers“ von Rudolf Hirt eine ruhige und doch Ehrfurcht einflößende Präsenz ausstrahlt. Natur und Kunst gehen hier eine beinahe symbiotische Verbindung ein, die zum Nachdenken, zum Schmunzeln oder zum Staunen einlädt.

Nur wenige Minuten entfernt in Salò liegt das A-ROSA Lago di Garda, das sich als stilvoller Ausgangspunkt für einen Kurzurlaub anbietet, um den Garten in aller Ruhe zu erleben.

Obwohl beide Gärten unterschiedlicher kaum sein könnten, der eine weitläufig, der andere eher intim, haben sie eines doch gemeinsam: Sie lassen den Frühling in seiner ganzen Schönheit spürbar werden. Die dort verbrachte Zeit wird unweigerlich zu einem sinnlich inspirierenden Fest aus Farben, Düften und Eindrücken und bleibt als kostbare Erinnerung ein Leben lang im Gedächtnis.





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